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Auch heute musste ich wieder vor sieben aufstehen. Der letzte Ausflug stand auf dem Programm: Luxor. Zuerst besichtigten wir den Karnak-Tempel. Der Karnak-Tempel ist eine wahre Tempelstadt die dem Gott Amun geweiht ist. Die Anfänge dieses Amun-Tempels reichen bis in die Zeit der 12. Dynastie zurück und bis in die Ptolemäerzeit hinein ließ jeder Herrscher Erweiterungen dieses Tempels vornehmen. Entlang einer wunderschönen Allee, eingefasst von widderköpfigen Sphinxen erreichten wir den ersten Pylon. Der Widder war eine Verkörperung des Gottes Amuns.
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Wir wanderten durch die riesigen Säulensäle, auf den Spuren von James Bond. Insgesamt stehen dort 134 Säulen. Die zwölf höchsten von ihnen sind um die 21m hoch. Insgesamt eine unglaublich beeindruckende Tempelanlage. Am heiligen See machten wir eine kleine Ruhepause bevor es weiterging in den Luxor-Tempel. Der Luxor-Tempel liegt etwas weiter südlich als der Karnak-Tempel. Er ist zwar wesentlich kleiner, aber trotzdem beeindruckend. Auf der linken Seite des Tempels befindet sich eine Sphinxen-Allee, die früher mit der Widder-Allee des Karnak-Tempels verbunden war. Die beiden Tempel wurden in altägyptischer Zeit vor allem zum Opet-Fest besucht. Der Gott Amun wurde mit seiner Frau Mut auf einer Sonnenbarke vom Karnak-Tempel zum Luxor-Tempel gebracht. Dort vereinigten sich beide ... anschließend gingen sie zu fuß – durch die Alleen wieder zurück zum Karnak-Tempel.
Betreten wird der Tempel durch den ersten Pylon, den einst sechs etwa 14m hohe Kolossalstatuen des Pharaos Ramses II flankierten, sowie zwei Obelisken. Von den sechs Statuen sind heute nur noch zwei vorhanden.
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Der zweite Obelisk steht heute in Paris am Place de la Concorde. Hinter diesem Pylon erstreckt sich ein 57m langer und 51m breiter Säulenhof. Auch dieser Säulenhof ist von Ramses II erbaut worden. Zwischen den Papyrussäulen stehen Kolossalstatuen aus der Zeit Amenophis III, die von Ramses teils umgearbeitet bzw. neu gebaut wurden. Am Fuße einer Statue sieht man auch wieder Nefertari. Links oben schiebt sich hoheitsvoll die Moschee Abu al Haggag in den Tempelkomplex.
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Zwischen den beiden Ramses II – Statuen liegt der Durchgang zum imposanten Säulengang von Amenophis III. Und dahinter liegt wieder ein großer, wunderschöner Säulenhof und abschließend natürlich das Allerheiligste.
Zum Abschluss sind wir noch in eine Papyrus-Fabrik gefahren. Dort wurde uns gezeigt, wie aus der Papyrus-Pflanze das Papyrus-Papier hergestellt wird. Natürlich gab es dort auch die Gelegenheit bemalte, echte Papyri zu kaufen. Das habe ich selbstverständlich auch getan! Es ist nicht eines der üblichen Motive, wie man sie sonst aus Papyri kennt, sondern der mit Farbe gesprühte Kopf von Nofretete (Nefertiri). Mich hat er besonders beeindruckt. Nur ganz preiswert war er nicht ... umgerechnet ca. 30 €. Zum Mittagessen waren wieder zurück an Bord. Den letzten Nachmittag verbrachten wieder am Deck bzw. an unserem Geheimtipp ... schön in der Sonne lesend. Abends stand nichts besonders mehr an und so saßen wir gemütlich an Deck und genossen unseren letzten Abend an Bord.
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