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Weckruf um kurz nach sechs. Kein Ausschlafen möglich. Diesmal ging es zum Philae (bzw. Isis)-Tempel. Mit einem kleinen Bötchen mussten wir zur Insel Agilkia fahren. Vor dem Bau des Assuan-Staudammes stand der Isis-Tempel auf der Insel Philae. Er musste versetzt werden, damit er nicht in den Fluten untergeht. Auch dieser Tempel ist – wie auch schon der Horus-Tempel - ein ptolemäischer Bau aus dem 4. Jahrhundert v. Chr. Der erste Pylon ist von Ptolemaios XII errichtet worden. Auch hier sind man die typischen Reliefs mit kultischen Handlungen. Am zweiten Pylon erkennt man, das hier im 6. Jahrhundert eine Kirche war – es sind koptische Kreuze in das Gemäuer geschlagen worden. Ferner befindet sich ein weiterer Altar weiter hinten.
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Anschließend sind wir weiter gefahren zum Assuan-Staudamm. Ein wirklich beeindruckendes, gewaltiges Bauwerk. Fotos durften dort keine gemacht werden. Dort steht auch ein riesiges Denkmal der ägyptisch-russischen Freundschaft in Form einer Lotusblume. Dann ging es weiter in die Rosengranit-Steinbrüche von Assuan, wo ein unvollendeter Obelisk der Pharaonin Hatschepsut liegt. Sie ist die Pharaonin, die die meisten Obelisken in ganz Ägypten aufgestellt hatte. Als letztes wurde unsere Gruppe in eine Parfümerie gefahren. Da wir beide ja schon in Hurghada mit Parfum versorgt wurden, habe ich hier nichts mehr gekauft.
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Zum Mittagessen waren wir wieder pünktlich auf dem Schiff. Nach einem kleinen Schläfchen stand nachmittags eine Stadtrundfahrt in Assuan auf dem Programm. Eigentlich wollte ich da nicht mit, aber da man in Ägypten nicht mit EC-Karte bezahlen kann (sondern nur mit Kreditkarte), musste ich eine Bankautomaten aufsuchen. Als erstes suchten wir einen etwas erhöhten Aussichtspunkt auf Assuan aus. Gleich anschließend fuhren wir zu einer Moschee, die auch von Touristen betreten und besichtigt werden durfte. War schon ziemlich beeindruckt. Das einzige, was mich erschreckt hat, war dass Magdy erzählt hat, dass sich die Ägypter = Moslems nicht für ihre Geschichte interessieren. Zum Abschluss fuhren wir noch auf die Haupteinkaufstrasse von Assuan bzw. dem Basar. So etwas habe ich noch nicht erlebt. Ich hatte keine Chance auch nur einen Schritt zu tun, ohne dass sich nicht gleich vier bis fünf Händler auf mich gestürzt haben. Es war wirklich schrecklich und vor allem auch sehr dreckig. Mechthild und Roderich haben mich adoptiert, damit ich es wenigstens wieder zurück zum Bus schaffe.
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Beim Abendessen zeigte Rita mal wieder ihre ganze „Beute“. Ich glaube es gibt nichts, was sie sich nicht zehnmal kauft (Pillendöschen, Ketten etc.). Gisela und Rainer (vom Nachbartisch) waren auf jeden Fall von so einem Überfluss an Geld beeindruckt. Die beiden kommen aus dem Rheinland und hatten beide ein schönes loses Mundwerk. Zur oberflächlichen Unterhaltung gut, aber – wir hatten den Eindruck – blöd wie Bohnenstroh.
Für den Abend stand eine nubische Show auf dem Programm. Es waren vor allem Männer, die dort tanzten, aber es war sehr schön. Natürlich wurden auch wieder Spielchen gespielt und natürlich hatte auch wieder unsere Gräfin ihren Auftritt. Leider nicht nur einen, sondern mehrere, so dass wir langsam die Nase voll hatten. In Anbetracht des morgigen Tages war es sowieso besser früh schlafen zu gehen.
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